Realisierungswettbewerb "Erweiterung des Altenheim St. Elisabeth" Ausgelobt von der St. Laurentius Gemeinde, Neuenkirchen
Die Aufgabe
Nach vorangegangenen Analysen zum Bestandsgebäude beabsichtigt die St. Michael Pflege GmbH als Betreiber des St. Elisabeth-Stiftes einen Ersatzbau für den in den Ursprüngen 1894 erbauten Altbau zu erstellen und die Einrichtung nach dem sogenannten "Hausgemeinschaftkonzept" zukunftsweisend weiter zu entwickeln. Zweck des Wettbewerbes ist es alternative Lösungsvorschläge zu erhalten um einen geeigneten Architekten als Auftraggeber für die Planungsleistungen zu ermitteln.
Die Lösung
Die Erweiterung des St. Elisabeth-Stiftes schafft eine komplett neue städtebauliche Situation und öffnet das Gebäude für den Besucher zur Linden- und Kolpingstrasse. Der Haupteingang erfolgt über die Lindenstrasse. Es entsteht ein neuer, repräsentativer Vorplatz, der durch die winkelartige Gebäudestellung gefasst wird. Der bisherige Haupteingang wird zurückgebaut und als Aufenthaltsbereich der Bewohner des Erdgeschosses neu genutzt.
Der neue Eingang ist klar definiert und von der Strasse über einen Fußweg direkt erreichbar. Die unterschiedliche Höhenentwicklung der neuen Gebäudeteile des II. Bauabschnittes, integriert auf der einen Seite den vorhandenen eingeschossigen "Blauen Saal" und bildet auf der anderen Seite den dreigeschossigen räumlichen Abschluss nach Norden.
Der Eingangsbereich und das Foyer sind klar strukturiert und gestaltet, wobei die verschiedenen Funktionsbereiche wie Verwaltung, Küche / Essen, Kapelle und vollstationäre Pflege eindeutig erkennbar und eigenständig erreichbar sind. Die Pflegedienstleitung und das Kaffeestübchen sind direkt am Eingang angeordnet, wobei der Außenbereich des Kaffees den Vorplatz mit Leben füllt. Im hinteren Bereich des Foyers sind die Kapelle und das Treppenhaus incl. Aufzug angeordnet, welches die Verbindung zu den Wohnungen des "Betreuten Wohnens" im 1. Obergeschoss herstellt. Die sechs Zwei-Zimmerwohnungen für das "Betreute Wohnen" können alle bei Bedarf in zwölf Einzelzimmer für die vollstationären Pflege umgewandelt werden.
Entscheidung 10/08: 1. Platz, Beauftragung


