Realisierungswettbewerb "Neugestaltung der Fassade, Modehaus L + T Osnabrück"
Die Aufgabe
Die vorhandene Fassade in der Großen Straße von "Haus Kolkmeyer" bis zum Haus der "Alten Leipziger" ist neu zu gestalten (Bauabschnitt 1). Der Lage des Haupteingangs ist entsprechend dem Laufweg im Erdgeschoss anzuordnen, darf aber gerne bis an die Grundstücksgrenze vorgezogen werden. Die Lage des Zugangs zur Mietfläche Douglas ist zu übernehmen. Der Nebeneingang links vom Haupteingang soll erhalten bleiben, darf aber verschoben werden innerhalb der im Plan definierten Grenzen.
Eine Erweiterung der Fassade über die Grenze "Alte Leipziger" hinaus sollte optional möglich sein und ist gestalterisch zu berücksichtigen für die Bauabschnitte 2 und 3. Da eine Realisierung des zweiten Bauabschnitts relativ wahrscheinlich ist, eine Umsetzung des dritten Bauabschnitts aber höchst ungewiss, sind alle Varianten darzustellen.
Die Lösung
Die Schaufensterebene hat bei der gesamten Fassadengestaltung insofern eine besondere Funktion, da sie nahezu rahmenlos (mit Ausnahme der Eingangselemente) wie ein Band den gesamten Bereich der drei Bauabschnitte verbinden soll. Als Gestaltungselement in den Obergeschossen wurde eine Art Schaukasten oder Fenster gewählt, der durch seine Dreidimensionalität aus der Fassade hervortritt und somit dem Betrachter beim Begehen der Fußgängerzone "entgegenkommt".
Die zwischen den Gestaltungselementen der Schaukästen / Fenster liegende Fassade sollte als reine Glasfassade in einer Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführt werden. Die Riegel erhalten in der horizontalen Ausrichtung eine Aluminium-Lamellen-Konstruktion, die in Ihrer Gestaltung die Dynamik und Innovation der Firma L + T , ähnlich wie das neue Logo unterstützen soll. Durch dieses Gestaltungselement soll die Fassade plastischer wirken und der ansonsten im Verlauf der Großen Straße eher tristen Fassadengestaltung im vis-á-vis entgegenwirken. Die gradlinige und kubische Form der Schaukästen / Fenster erhält so ein fließendes, dreidimensionales Verbindungselement.
Entscheidung 12/09: 3. Platz


